Wiener Opernball wird für das kommende Jahr abgesagt
Geposted 23.09.2020

GesellschaftÖsterreich

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Trotz monatelanger Planung wird der Wiener Opernball für Februar 2021 abgesagt. Die Infektionslage in Österreich scheint sich weiterhin zu verschlimmern, weshalb die österreichische Regierung den Wiener Opernball als mögliches Infektionsherd verhindern möchte.

Österreichs berühmtes Kulturerreignis: Der Wiener Opernball

Österreichs berühmtes Kulturerreignis: Der Wiener Opernball
© Mykhaylo Palinchak/123RF

Die österreichische Bundesregierung hat am Mittwochmorgen bei einer offiziellen Ansprache dem APA verkündet, dass der kommende Wiener Opernball im Februar 2021 nicht stattfinden wird. So erklärt der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), dass aufgrund der derzeitigen kritischen Coronalage und besorgniserregenden Anstiegs in Österreich ein Stattfinden des berühmten Balls verantwortungslos sei.''Der Opernball hat eine sehr lange Vorlaufzeit und wir können derzeit nicht davon ausgehen, dass eine Veranstaltung mit 7.000 Personen im Haus, mit Musik, Tanz und ausgelassener Stimmung, am 11. Februar durchführbar sein wird'', erwähnt zudem die Grüne Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer und unterstützt damit auch die Entscheidung der Bundesregierung. Auch wenn zuvor Sicherheitskonzepte für den Wiener Opernball vorgestellt wurden, wäre laut Mayer dies ein ''ärmliches Signal für den Opernball'' gewesen, weshalb man hofft, dass der Opernball im Februar 2022 in gewohnter Weise stattfinden kann.

Hoher Verlust für die österreichische Wirtschaft und Gesellschaft

Dass diese Entscheidung nicht einfach fiel, wurde vor allen Dingen durch den Einnahmeverlust deutlich, als auch für die gesellschaftliche Bedeutung des Wiener Opernballs in Österreich. ''Der Opernball ist für Wien und Österreich als Kulturnation ein großes Aushängeschild'', betont Sebastian Kurz. Zwar kann durch die frühzeitige Entscheidung zur Absage des Wiener Opernballs der Eigentümer der Oper Einnahmeverluste abdecken und ein Alternativprogramm konzipiert werden, jedoch rechnet man mit einem wirtschaftlichen Verlust von 151 Millionen Euro, die normalerweise durch den Verkauf der Ticket,, die zwischen 315 Euro bis 23.600 Euro kosten, erzielt werden.