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Rom verbietet Souvenirstände für Touristen
Geposted 17.01.2020 , Bearbeitet am 20.01.2020

ÖkotourismusItalien

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Auch in der italienischen Hauptstadt stellt der Übertourismus ein immer größeres Problem da. Seit Beginn des neuen Jahres sind nun Souvenirstände, welche an vielen touristischen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu finden sind, verboten.

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© Pavel Losevsky/123RF

In Städten, die bei Touristen beliebt sind, können sie meist in Unmengen entdeckt werden: Stände, an denen Schlüsselanhänger, Zierteller, Figuren und andere kleine Schmuckstücke verkauft werden. An einigen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Roms sind diese nun verboten worden. Die neue Vorschrift trat am 1. Januar 2020 in Kraft und schließt von Besuchern stark frequentierte Orte wie das Kolosseum, das Pantheon, der Trevi-Brunnen und die Spanische Treppe ein.

Die als Schandfleck gebrandmarkten Souvenirstände wurden entfernt, in der Hoffnung, den Stau in der unmittelbaren Umgebung der Denkmäler zu verringern, die Sicherheit zu erhöhen und auch die Monumente selbst besser zu schützen.

Außerdem wurde von den römischen Behörden die Schließung von mobilen Imbisswagen durchgesetzt, die in der Nähe von Orten wie dem Kolosseum und dem Circus Maximus geparkt sind. An diesen Verkaufsstellen erhielten Touristen bisher Getränke, Sandwiches und verschiedene Snacks.

Die Souvenirstände verderben den Touristen die Aussicht

"Sie ruinieren das Erscheinungsbild Roms", erklärte Virginia Raggi, die Bürgermeisterin der römischen Hauptstadt, in Bezug auf die Stände und Verkaufswagen. "Seit Jahren werden die Denkmäler der Stadt von Verkäufern verunstaltet, die vor den architektonischen Juwelen Roms Getränke, Panini und billigen Schmuck verkaufen. Das ist nicht länger hinnehmbar."

Insgesamt wurden 17 Stände in der ganzen Stadt aufgrund des Verbots geschlossen, obwohl acht dauerhaft in benachbarte Straßen verlegt wurden, wo sie die Genehmigung zur Fortsetzung des Geschäftsbetriebs erhalten haben.

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© tupungato/123RF

Kampf gegen den "Overtourism"

Dieses Verbot ist jedoch nur das neueste in einer Reihe von Maßnahmen zur Eindämmung der Auswirkungen des Übertourismus in beliebten italienischen Städten. Bereits seit August 2019 ist in Rom das Sitzen auf der Spanischen Treppe untersagt. Touristen, die sich dennoch auf dem Kulturdenkmal niederlassen, können mit Bußgeldern von bis zu 400 EUR belangt werden. Besucher in Florenz müssen mit Geldstrafen von bis zu 500 EUR rechnen, wenn sie beim Naschen auf der Straße erwischt werden. In Venedig, einer Stadt, die sehr stark vom Übertourismus betroffen ist, dürfen Kreuzfahrtschiffen nicht mehr bis in die Innenstadt zu fahren und im Juli dieses Jahres soll außerdem eine Touristensteuer eingeführt werden.