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Rückholaktion von im Ausland gestrandeten Deutschen gestartet
Geposted 18.03.2020 , Bearbeitet am 26.03.2020

TransportDeutschland

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Einige Einwohner Deutschlands traten bereits vor der Schließung bestimmter Grenzen und der Ankündigung massiver Einschränkungen des Reiseverkehrs den Urlaub an und sitzen jetzt im Ausland fest. Daher versucht die Bundesregierung nun, die Rückführung dieser Landsleute zu organisieren.

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© Chayapon Bootboonneam/123rf

Aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 kommt es in zahlreichen Staaten zu immer größeren Einschränkungen des Reiseverkehrs sowie des öffentlichen Lebens. Das Auswärtige empfiehlt deshalb dringend allen in Deutschland ansässigen Personen, die sich derzeit noch im Ausland aufhalten, sich um eine schnellstmögliche Rückreise zu bemühen.

Tausende Deutsche sitzen jedoch bereits im Urlaubsgebiet fest. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich, seien es geschlossene Grenzen oder annullierte Flüge. Besonders aus den Ländern Ägypten, Tunesien und Marokko gestaltet sich die Heimkehr momentan schwierig, da etwa internationale Reiseverbindungen ausgesetzt wurden. In Tunesien dürfen aus Deutschland eingereiste Personen beispielsweise erst wieder das Land verlassen, nachdem sie in einer 14-tägigen Quarantäne waren.

Das Vorhaben der Regierung

Der deutsche Außenminister kündigte am Dienstag an, dass für einige Länder nun Rückholaktionen organisiert werden. Der aktuelle Stand, aus welchen Ländern die Regierung derzeit Landsleute nach Hause holt, ist auf der Internetseite des Auswärtigen Amts einzusehen. Heiko Maas erklärte jedoch ebenfalls, falls noch die Möglichkeit besteht, mit regulären Flugverbindungen die Heimreise anzutreten, sollte diese von den Betroffenen wahrgenommen werden.

Im Ausland gestrandete Menschen sollen zunächst Kontakt mit dem Reiseveranstalter aufnehmen und sich auf der Krisenvorsorgeliste ELEFAND eintragen. Betroffene, die sich derzeit in Reisegebieten befinden, für welche eine Rückholaktion geplant ist, müssen sich zudem auf der Internetseite www.rueckholprogramm.de registrieren.

Im ARD-Morgenmagazin berichtete Maas, dass dieses Wochenende allein aus Ägypten voraussichtlich 20.000 deutsche Touristen nach Hause gebracht werden. Die Kostenfrage für die Rückholaktion solle zu einem späteren Zeitpunkt geklärt werden, zunächst legt die Bundesregierung die rund 50 Milliarden Euro, die für dieses Vorhaben benötigt werden, aus. Da manche Länder bereits nicht mehr angeflogen werden, muss der deutsche Staat nun unter anderem Maschinen der Luftfahrtgesellschaften Lufthansa, Condor und TUI chartern.