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Sturm Sabine: Flugzeug kehrt nach fünf gescheiterten Landeversuchen wieder um
Geposted 17.02.2020

FlugzeugNiederlande

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Der Orkan Sabine versetzte Europa in den vergangenen Wochen in einen Ausnahmezustand. Schulen blieben geschlossen, viele Haushalte waren ohne Strom und es kam zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. An mehreren deutschen Flughäfen wurden außerdem zahlreiche Flüge annulliert und das aus gutem Grund wie sich zeigte. Ein Flugzeug der Gesellschaft Air Europa versuchte bei dem Unwetter in Amsterdam zu landen, doch scheiterte dabei.

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© Luciano De La Rosa/123RF

Am Sonntag, den 9. Februar 2020, hat das Sturmtief Sabine, welches in Westeuropa meist Ciara genannt wird, gleich zweimal für Schlagzeilen im Luftverkehr gesorgt. Eine Boeing 747 der British Airways hatte aufgrund des Orkans in Rekordzeit den Atlantik überquert zu haben. Die Maschine brauchte dank Rückenwind von New York nach London lediglich 4 Stunden und 56 Minuten. So kamen die Passagiere fast zwei Stunden früher als geplant in der britischen Hauptstadt an. Derartige positive Folgen des Sturms waren jedoch die Ausnahme. Andere Flugzeuge hatten vielmehr mit Problemen in der Luft und insbesondere bei der Landung zu kämpfen.

Anflug auf den Flughafen AMS

Dies war auch der Fall bei einem Flieger der Airline Air Europa, welcher auf dem Flughafen Amsterdam-Schiphol in den Niederlanden landen sollte und dabei Aufsehen erregte. Die Reise von Madrid nach Amsterdam hätte 2,5 Stunden dauern sollen, doch diese verlief alles andere als nach Plan. Die Wetterbedingungen, welche an diesem 9. Februar vorherrschten, waren bei weitem nicht optimal für eine Flugreise, denn an diesem Tag traf der Orkan Sabine einen großen Teil Europas und verursachte zahlreiche Störungen.

Der betroffene Flieger befand sich bereits im Landeanflug und versuchte sich bei starken Turbulenzen der Landebahn zu nähern. Ganze fünf Mal gelang es den Piloten nicht, die Maschine auf dem Boden aufzusetzen. Zweimal musste bei einer Höhe von 150 Meter über dem Rollfeld wieder durchgestartet werden. Die Mannschaft beschloss schließlich, den Vorgang an diesem Flughafen abzubrechen und nach Madrid zurückzukehren, wo der Sturm weit weniger stark war.

Eine angespannte Atmosphäre

In der Kabine war inzwischen Panik unter den rund 300 Passagieren ausgebrochen. Die wiederholten Landeversuche und die Turbulenzen hatten viele von ihnen in Angst versetzt. Ein Fluggast sagte dem niederländischen Fernsehen RTV: "Die Atmosphäre an Bord war extrem angespannt." Einige Personen mussten sich übergeben und fingen sogar an zu schreien. "Es war wie in einem schlechten Film."

Ein Reisender filmte die Szene und stellte sie später ins Internet. Die Spannung in der Flugkabine sowie die Angst der Menschen sind deutlich in dem Video zu spüren. Eine Frau verkraftete die Situation besonders schlecht, man kann sie panisch schreien und weinen hören.

Glücklicherweise blieben alle Passagiere in der Maschine unverletzt und sie kamen mit einem Schrecken davon. Nachdem alle Betroffenen wieder spanischen Boden unter ihren Füßen hatten, wurden sie in Hotels in Madrid untergebracht. Als sich die Wetterbedingungen wieder normalisiert hatten, konnten die Betroffen endlich nach Amsterdam gelangen.