Menorca
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Menorca

Tipps der Redaktion

Die Insel Menorca liegt direkt neben Mallorca, der bekannteren und reichlich verbauten Nachbarinsel. Sie ist besonders stolz auf ihre natürlichen Landschaften, die zu Biosphärenreservaten erklärt wurden. Menorca ist mit Abstand die unberührteste aller Baleareninseln, während Formentera und Ibiza mit ihrem ausgelassenen Nachtleben und Mallorca mit zubetonierten Stränden die meisten Touristen anziehen. Menorca zeichnet sich durch allgegenwärtige Pinienhaine und die bekannten Buchten, die sog. Calas, aus, die man unbedingt zu Fuß besichtigen sollte.

Zwischen den Touristenbuchten voller Hotels und Resorts verstecken sich die geheimen Strände der Insel, die über Wege entlang von Felsblöcken und Pinienhainen miteinander verbunden sind. Wenn man eine Reise nach Menorca antritt, sollte man auf jeden Fall Trekking-Schuhe und einen kleinen Rucksack mitnehmen, denn es wäre schade, wenn man nur am Hotelstrand bleiben würde. Natürlich ist dieser gut ausgestattet, aber ein menschenleerer Strand inmitten von unberührter Natur ist doch etwas ganz anderes.

Im Hinterland entwickelt sich heute eine Art Ökotourismus in Form von kleinen Landhotels, die irgendwo zwischen den italienischen agrotouristischen Betrieben und etwas abgelegenen Hotels einzuordnen sind. Diese Etablissements befinden sich in ehemaligen Bauernhöfen oder Ställen und werden meist als Familienbetriebe geführt: Hier können Sie perfekt die ursprünglichen Seiten der Insel entdecken, wobei Ihnen die Hotelbesitzer immer gerne Ratschläge geben.

Die Panoramas der Insel kann man einfach nur als unglaublich prachtvoll bezeichnen: Im Norden verleiht eine dunkle vulkanische Gesteinsart der Landschaft eine ganz besondere, etwas düstere Atmosphäre. Im Süden spiegeln sich Steilküsten und Buchten im türkisblauen Meerwasser wider. Die zwei großen Städte der Insel runden dieses Bild ab. Ciutadella und Mahon. Ciutadella war im Mittelalter die erste Hauptstadt der Insel, während Mahon unter der englischen Kolonialherrschaft aufgrund ihres natürlichen Hafens zur Hauptstadt erklärt wurde.

Zu sehen

Das Kap La Mola ist der Naturhafen von Mahon und ebenfalls der größte Naturhafen des Mittelmeerraums. Er erlebte im 18. Jahrhundert unter englischer Herrschaft seine Glanzzeit, wovon die zahlreichen Baudenkmäler zeugen, die den Hafen säumen. Wie beispielsweise die beeindruckende Festung Isabel II, ein Militärbauwerk aus dem 19. Jahrhundert, oder auch die Ruinen des Lazaretts auf der Quarantänen-Insel (hier mussten die Matrosen vor dem Betreten der Stadt vierzig Tage ausharren), die ein beklemmendes und romantisches Flair verströmen, ganz wie in den Romanen von Edgar Allan Poe.

Unweit von hier befindet sich das Dorf Es Castell mit seinem typischen kleinen Hafen. Das Dorf war früher unter dem Namen Georgetown bekannt, und die Architektur zeugt von der vergangenen britischen Kolonialherrschaft. Besonders erwähnenswert ist ein Gebäude aus dem 17. Jahrhundert in rein englischem Stil, in dem sich heute ein Hotel befindet.

Unweit von Mahon in der Nähe der Cala en Porter befindet sich die Cala en Xoroi. Die zahlreichen Aushöhlungen dieses strahlend weißen Felsens scheinen sich förmlich in den Boden zu graben. Sie sind untereinander über schmale Pfade verbunden und bilden verschiedene kleine Plateaus direkt über dem Meer. Diese Zone ist glücklicherweise begehbar, und es gibt sogar eine Panoramabar und eine Diskothek! Ein ganz besonderer Ort!

Im Osten befindet sich Ciutadella, die ehemalige Hauptstadt der Insel. Diese Stadt wurde im Mittelalter gegründet (wovon die kleinen Gassen und alten Gebäude zeugen) und war bis zur englischen Eroberung im 17. Jahrhundert die Hauptstadt der Insel. Um die Macht des Ortsadels zu festigen erklärten die englischen Eroberer Mahon zur Hauptstadt (ebenfalls aus Gründen der Logistik, da sich in Mahon ein Naturhafen befindet). Das beeinträchtigte jedoch keineswegs die Pracht der Stadt Ciutadella, deren wundervolle Gebäude von ihrer jahrhundertelangen Blütezeit zeugen. Sehr sehenswert: die gotische Kathedrale aus dem Jahre 1287.

Zu tun

Die UNESCO erklärte Menorca 1993 zum Biosphärenreservat, es ist also nur logisch, dass sich auf dieser Insel ein wahres Naturparadies befindet. Diese geschützte und behütete Insel erweist sich als ideales Terrain für Freiluftsportler!
Der Naturpark Albufera d'Es Grau befindet sich im Osten der Insel zwischen Binillauti und Macaret. Entlang der Küste sind zahlreiche kleine Naturstrände versteckt (d.h. nur zu Fuß oder über den Meerweg zugänglich). Cala Brut, Cala Caldes, Cala Tortuga?
Natürlich gibt es auf der Insel auch viele Reitzentren und -pfade. Vor allem im Norden der Insel kann man wirklich atemberaubend schöne Wanderungen unternehmen.
Ebenfalls im Norden befindet sich in Son Parc der einzige Golfplatz der Insel (9-Loch).
Aber die wichtigste und außergewöhnlichste Besonderheit der Insel ist das (ausgeschilderte) Wegelabyrinth, das die verschiedenen kleinen Buchten an der Küste miteinander verbindet und auch Entdeckungswanderungen in das Hinterland ermöglicht. Menorca ist mit Sicherheit eine ideale Destination ad hoc für Fans von leichten Trekking-Touren.Ein kultureller Spaziergang durch die zwei wichtigsten Ortschaften der Insel (siehe Rubrik "Sehenswert").

Pluspunkte

  • +  Die unberührte Natur
  • +  Die kulinarische Tradition

Minuspunkte

  • -  Die Fortbewegung auf der Insel, die ohne PKW nicht immer ganz einfach ist.
  • -  Die klobige Architektur gewisser Hotel, die die natürliche Landschaft verunstaltet.

Zu bedenken

Bereits im Mai ist die Sonneneinstrahlung auf der Insel sehr stark. Vergessen Sie nicht den Sonnenschutz.
Wenn Sie mit dem PKW unterwegs sind, sollten Sie beachten, dass man auch zwei geografisch nahe liegende Städte nur über die Hauptstraße erreicht: Dadurch ist die Fahrt teilweise länger als erwartet. Allerdings kann man die Insel über die Hauptstraße innerhalb von 50 Minuten durchqueren.

Zu vermeiden

Wie auf allen Inseln, die zum Biosphärenreservat erklärt wurden, sollte man sich auch auf Menorca vorwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß fortbewegen und auf das Mieten eines PKWs so weit wie möglich verzichten. Allerdings erweist sich der Bus über große Entfernungen als nicht besonders praktisch. Da müssen Sie Ihr ökologisches Gewissen befragen. Natürlich sollte man die Naturschutzregeln beachten, d.h. keine Abfälle hinterlassen und innerhalb dieses herrlichen Ökosystems allgemein immer besondere Sorgfalt walten lassen.

Zum Kosten

Die unzähligen Spezialitäten von Menorca sind sehr abwechslungsreich.
Der Käse von Mahon ist eher trocken (er ist von sehr fester Konsistenz, wie der italienische Parmesan), mit einem relativ kräftigen (je nach Reifestufe) und ziemlich ausgeprägten Aroma.
Auf Menorca wird Fisch auf verschiedenste Art zubereitet. Das Vorzeigegericht der traditionellen Restaurants sind die Kalamare auf menorquinische Art: die Tintenfische werden gekocht, mit einer typischen Farce gefüllt und anschließend kurz in einer Tomatensauce erwärmt. Gemüse wird ebenfalls oft gefüllt, wie z.B. Zucchini und Auberginen. Das Hinterland der Insel besitzt eine ganz eigene kulinarische Tradition: Hier gibt es bestimmte Frischkäsesorten und Wurstwaren wie "Sobrasada oder auch Lamm.
Kurz und gut, die menorquinische Gastronomie ist ziemlich abwechslungsreich, vor allem im Vergleich zur kleinen Größe der Insel, und die Einwohner konnten ihre besonderen kulinarischen Traditionen bewahren. Auf dieser Insel isst man gut, und bestimmte Restaurants bringen ihren Gästen die lokalen gastronomischen Bräuche gezielt näher. Einige empfehlenswerte Adressen.

Wenn Sie im Naturhafen von Mahon Fisch essen möchten, dann sollten Sie sich diese klassische (und historische, da das Restaurant bereits seit vielen Jahren existiert) Adresse merken:
Restaurant La Minerva
C/Moll de Llevant 87 07701 - Mahón
Tel.: +34 971.351.995

Wenn Sie sich traditionsreiche Küche wünschen, dann sind Sie in einem Restaurant in der Ortschaft Es Mercadal genau richtig, das wie ein sonntägliches Stammlokal der Einwohner wirkt.
Restaurant Ca' n Aguedet
C/Lepant, 30 - 07740 - Es Mercadal
Tel.: +34 971.375.931

Und zuletzt unser Lieblingsrestaurant: In einer der engen gepflasterten Gassen im Zentrum von Ciutadella befindet sich unter einem Arkadenhof das Restaurant "Ses Voltes" ("Voltes" bedeutet soviel wie Gewölbe, was hier natürlich kein besonders origineller Name ist...) Allerdings handelt es sich hierbei um den einzigen banalen Punkt dieses Etablissements, denn jedes noch so kleine Detail wird Sie begeistern: das moderne Design mit einigen traditionellen Zierelementen aus Holz, die verschiedenen Stockwerke, die zu einer kleine Terrasse mit Blick über die Dächer von Ciutadella führen, und zum Schluss natürlich das Wichtigste, die traditionelle Küche mit naturbelassenen Produkten und einer gewissen originellen Note für besonders unvergessliche kulinarische Erlebnisse. Eine Pflichtadresse:

Restaurant Ses Voltes br>C/Josep Maria Quadrado, 14 - 07760 - Ciutadella
Tel.: +34 971 381498

Souvenirs

Die Sandalen von Menorca! Man könnte sagen, dass die Sandale von Menorca in etwa den Espadrilles in Katalonien oder im Baskenland entspricht. Ein ähnliches Konzept für ein ähnliches Klima: Sommerschlupfschuhe aus Leinen mit fester Sohle. Das klassische Modell ist ziemlich geschlossen, zum Teil sogar etwas klobig, aber im Zuge der Modetrends gibt es nun bereits zahlreiche recht hübsche Varianten. Man findet sie in der Überzahl in den Gassen von Mahon und Ciutadella.
Besonders gut haben unserem Redaktionsteam die menorquinischen Sessel gefallen. Sie haben Ähnlichkeit mit den Regisseurstühlen, die man in alten Filmen sehen kann (aus Holz und Tuch), aber es gibt zwei verschiedene Modelle: mit Schaukelvorrichtung oder ohne. Aber Achtung: Sagen Sie nie zu einem Einwohner von Menorca, dass diese Stühle wie die Regisseurstühle in Hollywood aussehen, denn er wird gekränkt antworten, dass es sich ganz im Gegenteil um eine typisches Kunsthandwerk der Insel handelt.
Natürlich gibt es auch eine große Auswahl an Stoffen für Vorhänge, Tischdecken etc. in der besonderen Farbkombination Blau, Grün und Weiß.
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