Churros, Altstadt und Tomaten : Valencia

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Barcelona oder Madrid treten bei der Schönheit Valencias schnell in den Hintergrund. Ohne besondere Gaudi, dafür mit viel Altstadtflair und katalanischem Klima, ist die Stadt eine ernst zu nehmende Konkurrenz. Doch was hat es eigentlich mit den Tomaten und Valencia auf sich?

Valencias Altstadt

Valencias Altstadt
© pacozar/123RF

Wer die drittgrößte Stadt Spaniens einmal besuchen möchte, der sollte sich einen Reisetermin nach der Sommersaison aussuchen. Denn dann sind weniger Urlauber in der Stadt und die Temperaturen sind für einen Städtetrip viel erträglicher. Neben Shorts, Kleidern und der Sonnenbrille, sollte man auch an seine Badeklamotten denken, denn Valencia liegt direkt am Mittelmeer. Citytrip und Strandurlaub sind also super kombinierbar! Die Altstadt Valencias darf man nur mit leerem Magen besichtigen, denn was man in den kleinen Gassen zum Teil an Kulinarischem entdeckt, ist unglaublich lecker. Kleine Marktstände, die frisches Obst verkaufen oder Bäckereien, die mit katalanischen Leckereien locken - hier werden Sie fündig. Die Gässchen sind übrigens auch die beste Möglichkeit, die Stadt näher kennenzulernen und zu Fuß zu erkunden. Jeder, der sich einen generellen Überblick der Stadt machen möchte, kann für 2? die Kathedrale erklimmen und hat so einen Ausblick über die komplette Stadt in alle Himmelsrichtungen.

Churros im Russafa-Viertel

Churros im Russafa-Viertel
© sutsaiy/123RF

Einen Besuch wert ist auch das Russafa-Viertel. Niedliche Cafés und Läden faszinieren mit allerlei Kleinkram und teilweise handgemachten Kleinteilen. Künstler, junge Leute, aber auch die "echten" Valencier tummeln sich auf den Straßen dieses Stadtteils. Die kleinen Churrias hier bieten das süße Schmalzgebäck mit einem Schokoladendipp an ? eine himmlische Sünde. Himmlisch geht es auch weiter, die Stadt beheimatet einige kleinere und größere Kirchen, sowie eine Kathedrale inmitten der alten Stadt. Da die Region streng katholisch ist und dies bis weit ins Mittelalter war, sind die Kirchen opulent, teilweise schon fast dekadent geschmückt. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, allein schon, um die aufwendigen Wandmalereien zu bestaunen. Eine steife Brise schlägt einem zwar in Valencia nicht entgegen, trotzdem lohnt es sich den Hafen zu erkunden. Das hier angesiedelte Oceanográfico gibt mehreren tausend Fischen ein Zuhause und gibt Auskunft über die Unterwasserwelt und seine Bewohner. Nur einige Gehminuten des Museums entfernt befindet sich der Strand und El Cabañal. Das Viertel ist ein altes Fischerdorf, in dem man authentische, traditionelle Fischgerichte essen kann.

Tomatina

Tomatina
© noomcm/123RF

Nicht direkt in Valencia, sondern 40 km außerhalb in Buñol beginnt jedes Jahr Ende August ein ganz besonderes Ereignis: die Tomatina. Eine gigantische Tomatenschlacht, die mittlerweile internationale Bekanntschaft erlangte und sogar einen Ableger in Kolumbien gefunden hat. Die Regeln sind simpel: Innerhalb einer Stunde darf jeder so viele Tomaten schmeißen wie er kann, die Frucht muss nur davor zerdrückt werden, sodass keine Verletzungen entstehen können. Beginn und Ende der Schlacht werden durch das Abfeuern einer Rakete deutlich gemacht. Nach Abfeuern der Schlussrakete darf keine Tomate mehr geschmissen werden, das würde ansonsten den Ehrenkodex verletzten! Das Fest wurde 1940 erfunden, um der Tomatenüberproduktion entgegen zu steuern und die übrig gebliebenen Tomaten zu verwerten. Seit 1980 ist die Fiesta so beliebt, dass sogar das Rathaus von Buñol die Tomaten stellt. Für alle Interessierten: Von Valencia nach Buñol gelang man mit dem Zug oder ganz bequem mit dem Bus.

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Die Redaktion
Geposted 30.08.2017 1 teilen
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