Strand ist für alle da

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Dass Strände instand gehalten, gepflegt und gesäubert werden müssen ist nichts Neues. Darf eine Gemeinde jedoch Geld für einen Strandbesuch fordern?

Strandgebühr in Gemeinde Wangerland

Strandgebühr in Gemeinde Wangerland
© sgoodwin4813/123RF

Eine Frage, die am Mittwoch vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig geklärt werden musste. In der Gemeinde Wangerland an der Nordsee mussten Strandbesucher bislang Eintritt zahlen, um die zwei Strandabschnitte zu nutzen. Gegen eine Gebühr von 3 Euro durfte dann so viel geplanscht werden, wie nur möglich. Für Wasserratten vielleicht weniger problematisch, allerdings wird es dies, wenn man nur am Strand spazieren möchte, denn auch dann verlangte die Gemeinde ?Eintritt?. Das wollten die Mitglieder der Nachbargemeinde nicht akzeptieren und zogen vor Gericht. Die Richter entschieden zu ihren Gunsten mit der Begründung, dass nur das Säubern und Aufschütten von Sand der Gemeinde keine Berechtigung gäbe eine Gebühr zu verlangen. Um diese einzufordern müssten sie beispielweise Kioske und ähnliches anbieten um nachweislich das Badevergnügen zu erhöhen.

Nach dem Urteil müssen nun rund 33 Seebäder prüfen, ob die von ihnen erhobenen Gebühren gerechtfertigt sind oder nicht. Das Leipziger Verwaltungsgericht hat in jedem Fall die Revision gegen das Urteil zugelassen, um so ein Grundsatzurteil zu fällen.

Spaziergänge an nicht bewirteten Strandabschnitten sollten also kostenfrei bleiben. Nur dort wo man Toiletten und Gaststättenbetriebe vorfindet, können Eintrittsgebühren anfallen.

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Die Redaktion
Geposted 14.09.2017 2 teilen
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