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15 Regeln für die Flugreise mit Hund
Geposted 17.01.2019

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Für eine Flugreise mit Hund sollte der Leitsatz gelten "Je kürzer der Flug, desto besser". Auch wenn wir die Hundebox gemütlich einrichten und alles Notwendige mit reinlegen, bedeutet ein Flug für den Hund Stress. Wenn das liebste Familienmitglied aber trotzdem in den Urlaub mitmöchte, helfen diese 15 Tipps, alles Wichtige zu besorgen und einen reibungslosen Ablauf beim Hin- und Rückflug zu ermöglichen.

So klappt's!

So klappt's!
© Monika Wisniewska/123RF

1. Rasse

Manche Airlines verbieten Hunderassen, die als Kampfhunde gelten. Dafür gibt es genaue Bestimmungen, die je nach Fluggesellschaft variieren können. Falls Ihre Airline Kampfhunderassen erlaubt, besteht eventuell eine Maulkorbpflicht. Rassen mit verkürzten Nasen wie Boston Terrier, Bulldogge, Mops, Boxer, Shi Tzu, Chihuahua und Pekinese können stressbedingte Atemnot während des Fluges bekommen, weshalb ihnen eine Flugzeugreise bestenfalls erspart bleiben sollte.

2. Airlines

Auf der Website von Skyscanner, sowie bei den Fluggesellschaften direkt sind die genauen Regeln zum Tiertransport aufgelistet. Lesen Sie sich diese ausführlich durch und beginnen Sie mit den Vorbereitungen etwa zwei Monate vor Abflug, um alle Anforderungen stressfrei abhaken zu können.

3. Zeitplanung

Buchen Sie am besten das Flugticket für Ihren Hund gleich mit. Falls Sie sich erst spontan für eine Flugreise mit Haustier entscheiden, muss dieses spätestens 24 Stunden vor Abflug bei der Airline angemeldet werden. Treffen Sie mindestens zwei Stunden vor Abflug im Flughafen ein, um beim Check-in nicht in Zeitnot zu geraten und dem Hund so zusätzlichen Stress zu ersparen. Beachten Sie auch, dass ein großer Hund als Sondergepäck aufgegeben werden muss, was nochmal mehr Zeit in Anspruch nehmen wird.

4. Im Flugzeug

Mit einem Hund in der Kabine dürfen Sie sich nicht an den Notausgang setzen, da sonst im Notfall die Transportbox die Evakuierung beeinträchtigt. Auch ist es strengstens verboten, das Tier während des Fluges aus der Tasche zu holen. Manche Fluggesellschaften verbieten sogar, die Tasche auch nur zu öffnen. Selbst wenn Sie einen extra Sitz für Ihren Hund gebucht haben, dürfen Sie die Transportbox nicht auf den Sitz stellen.

5. Dokumente

Ganz wichtig sind Hundepass und Impfausweis. Damit Ihnen kein Täuschungsversuch vorgeworfen werden kann, sollten die Felder mit den Daten und Impfungen des Hundes mit durchsichtigen Klebestreifen versehen werden, diese hat meistens der Tierarzt parat.

6. Bestimmungen

Lesen Sie sich die Ein- und Ausfuhrbestimmungen des Reiselandes, sowie des Heimatlandes genau durch, um die Einreise und aber auch die Rückreise des Hundes zu gewährleisten. Wie schrecklich wäre es, den Hund auf dem Rückflug nicht wieder mitnehmen zu dürfen! Manche Länder schreiben eine Leinen- und Maulkorbpflicht vor und lassen bestimmte Hunderassen nicht zu. Passen Sie auch auf, dass sich Ihr Hund nicht an anderen Hunden mit Leishmaniose, der sogenannten Mittelmeerkrankheit ansteckt.

7. Tierarzt

Sprechen Sie mit dem Tierarzt ab, welche Impfungen wann ausgefrischt werden müssen und ob eine vorbeugende Behandlung gegen Parasiten und Flöhe sinnvoll ist. Am wichtigsten ist, eine aktuelle Tollwutimpfung nachzuweisen.

8. Telefonnummern

Informieren Sie sich, wo im Notfall ein Tierarzt oder eine Tierklinik in Ihrem Urlaubsort aufzufinden ist und schreiben Sie sich die Nummern von Tasso, Tierärzten und die Notrufnummer der Haustierregister des Tierschutzbundes auf. Es empfiehlt sich, einen Anhänger an das Halsband zu machen, auf dem Ihre Nummer und Adresse steht. Falls Ihr Hund im Urlaub entläuft und gefunden wird, kann er so zu Ihnen zurückgebracht werden.

9. Versicherung

Eine weitere Voraussetzung ist der Nachweis der Hundehaftpflichtversicherung. Die Registrierungsnummer muss gut lesbar sein. Seit 2011 gilt in der gesamten EU die Pflicht, das Tier mit einem Microship zu kennzeichnen. Mehr Informationen gibt es beim Zoll. Schauen Sie auch, ob eine Versicherung im Ausland wichtig ist.

10. Beruhigung

Wenn Ihr Hund Beruhigungsmittel braucht, fragen Sie genau nach den möglichen Nebenwirkungen, denn die können bei einigen Mitteln verheerend sein. Es gibt auch Beruhigungssprays für Decken und Spieltiere, die in die Transportbox gelegt werden, sodass der Geruch den Hund entspannt.

11. Kosten

Die Kosten für ein Hundeflugticket sind bei jeder Fluggesellschaft unterschiedlich. Prüfen Sie, ob Ihre Airline überhaupt Hunde erlaubt und welche Gebühren gelten. Die Kosten hängen außerdem von der Gewichtsklasse Ihres Hundes und der Flugzone ab. Rechnen Sie mit einer Preisspanne zwischen 30 und 300 Euro. Blinden- und Begleithunde fliegen in den meisten Fällen kostenlos und dürfen auch ohne Box mit in die Kabine genommen werden.

12. Transportbox

Auch hier können die genauen Maßen bei den Airlines variieren, die Grundregel ist aber, dass die Transportbox nicht größer als 55 x 40 x 23 Zentimeter sein darf. Die Box muss wasserabweisend, bissfest und ausbruchssicher sein. Faltboxen sind nicht zugelassen. Vernetzte Seitenwände müssen für eine gute Luftzufuhr sorgen. Als Einlage empfehlen sich Badezimmermatten, da diese sehr saugfähig sind. Manche Fluggesellschaften schreiben ihre eigenen Transportboxen vor, während bei anderen das Mitbringen der eigenen Box erlaubt ist.

13. EU und Nicht-EU

Für die Wiedereinreise aus einem Nicht-EU-Land nach Deutschland ist der Tiergesundheitsnachweis erfordert.

14. Gewicht

Die Gewichtsgrenze für die Transportbox mit Hund liegt je nach Airline zwischen fünf und acht Kilogramm. Beschriften Sie die Box mit Ihrem Namen, Adresse und Telefonnummer.

15. Zubehör

Machen Sie am besten eine Liste, um auch wirklich nichts zu vergessen. Wichtig sind natürlich Trinkwasser, Reisenapf und Futter. Um peinliche Situationen zu vermeiden, stecken Sie auch genügend Kotbeutel ein. Je nach Hunderasse und Reiseland kann ein Maulkorb Pflicht sein. Ein Erste-Hilfe-Set und Zeckenzange sollten ebenfalls nicht fehlen. Legen Sie ein Kleidungsstück von sich mit in die Box, Ihr Geruch wird den Hund beruhigen.