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Australien belohnt Touristen für Hilfe beim Wiederaufbau nach Buschfeuern
Geposted 11.03.2020

GesellschaftAustralien

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Der australische Staat wirbt momentan Touristen an, die bei der Behebung der Schäden helfen sollen, welche durch die jüngsten Waldbrände entstanden sind. Im Gegenzug dafür können diese ihren Aufenthalt im Land verlängern.

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© Peta Thames/123RF

Nach der offiziellen Bestätigung seitens der Feuerwehr Australiens, dass alle Brände im Land erfolgreich gelöscht werden konnten, muss sich nun Gedanken um den Wiederaufbau der betroffenen Gebiete gemacht werden. Der australische Einwanderungsminister, Alan Tudge, erklärte, dass in dieser kritischen Zeit jede helfende Hand gebraucht werden kann. Deshalb lockerte das zuständige Ministerium Mitte Februar die Visa-Bestimmungen, um mehr Arbeitskräfte anzuziehen.

Ein Ruf nach Hilfe

Nicht-Australier, die sich mit einem Working Holiday Visum im Land aufhalten, haben ab jetzt die Möglichkeit ihren Urlaub zu verlängern. Reisenden ist es nun gestattet 12 statt wie bisher sechs Monate beim selben Arbeitgeber zu bleiben. Voraussetzung hierfür ist, dass beim Wiederaufbau von Häusern, Farmen und Zäunen geholfen wird. Auch die Beseitigung zerstörter Infrastruktur sowie die Säuberung und das Reparieren beschädigter Straßen werden als Tätigkeiten angesehen, die zur Bekämpfung der Brandfolgen beitragen. Es kann sich um eine bezahlte sowie freiwillige Katastrophenhilfe handeln. Lediglich Personen, die zwischen 18 und 30 Jahre alt sind und aus einem anerkannten Land stammen, können ein derartiges Arbeitsvisum erhalten. Die Entscheidung, bei dieser guten Sache mitzuhelfen, kann auch die Verlängerung des Visums um ein zweites Jahr erleichtern. Die neue Regelung ist am 17. Februar mit sofortiger Wirkung in Kraft getreten.

Die Arbeit der Touristen in betroffenen Gebieten kommt den heimischen Landwirten und kleinen Gemeinden zugute. Eine erhöhte Anzahl an Ausländern könnte diesen helfen, ihre Wirtschaft, die in den letzten Monaten schwer geschwächt wurde, wiederzubeleben. Die Gemeinden und die Einheimischen selbst werden die Operationen zum Wiederaufbau leiten.

Millionenhilfe für den heimischen Tourismus

Durch die fatalen Buschfeuer in Australien wurden auch beliebte Touristengebiete, wie etwa Kangaroo Island, die Adelaide Hills oder die Blue Mountains, stark in Mitleidenschaft gezogen. Bereits im Januar kündigte die Morrison-Regierung deshalb an, der Tourismus-Branche ein Hilfspaket in Höhe von rund 47 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, um die Einbußen durch die Buschbrände zu bewältigen. Die gelockerten Visa-Bestimmungen sollen auf dieser finanziellen Hilfe aufbauen und den Wiederaufbau des Fremdenverkehrs unterstützen.