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Ghana

Ghana ist ein kleines Land in Westafrika. Man findet dort zahlreiche Sehenswürdigkeiten und schöne Strände. Vor allem die Kultur des Aschanti-Stammes, der zahlenmäßig stärkste Volksstamm des Landes, ist berühmt. Generell werden Sie das Gold und facettenreiche Handwerksarbeiten auf zahlreichen Märkten lieben. Der See Volta, der einen großen Teil des Landes bedeckt, ist eine weitere Attraktion.

Wichtige Informationen zur Reisevorbereitung

Bevor Sie sich auf eine Reise nach Ghana machen, sollten Sie sich wie immer einige Informationen durchlesen, die wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen.

Klimatisch müssen Sie sich etwas umgewöhnen, wenn Sie direkt aus Deutschland starten. Es herrscht ein tropisches Klima, das sich je nach Region unterscheidet: Entlang der Küsten bei Accra ist es warm und recht trocken. Bei Takoradi, im Südwesten, wird es heiß und feucht. Im Norden hingegen herrscht ein heißes und trockenes Klima. Generell beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur zwischen 26° und 29°C. Die Regenzeit ist in Ghana von April bis Juni und im September und Oktober. Um die heftigen Regenfälle nicht miterleben zu müssen, ist für Sie die beste Reisezeit zwischen November und Februar.

Um auf die Sicherheit zu sprechen zu kommen: Ghana ist ein recht sicheres Reiseziel. Dennoch müssen Sie wachsam sein, besonders in der Großstadt Accra. Passen Sie auf Ihr Gepäck und Ihre Tasche auf und tragen Sie keine betont auffälligen Gegenstände mit sich herum. Fertigen Sie vor Ihrer Reise eine Kopie Ihres Personalausweises sowie Ihrer Flugtickets an. Es wird Ihnen dazu geraten, nur in den Vierteln Nima und Jamestown nachts unterwegs zu sein, ansonsten besser darauf zu verzichten. Eine weiterer Hinweis: Wenn Sie den See Volta per Schiff entdecken möchten, versichern Sie sich vorher, dass Sie auf eine seriöse Fähre steigen, die über die nötigen Sicherheitsvorkehrungen verfügt. Die Schiffsbrüche, die dort passieren, geschehen oft aufgrund schlechter klimatischer Bedingungen und des Alters des Bootes.

Wenn Sie eine Tour durch Ghana machen wollen, vermeiden Sie es, mit den typischen Minibussen des Landes genannt "Tro-Tro" zu fahren. Sie sind nicht sehr sicher und man verzeichnet bei ihnen viele Unfälle. Nehmen Sie lieber den Intercity STC, der attraktive Preise und eine komfortable Reise bietet. Abgeraten wird Ihnen von Reisen in der Nacht, da dies recht gefährlich sein kann.

Wenn Sie Shoppen gehen wollen, sei Ihnen geraten Gold nur bei der Precious Mineral Marketing Co. oder bei zugelassenen Juwelieren zu kaufen. Akzeptieren Sie keine Fondsübertragung oder zweifelhafte Geldwechselgeschäfte. Lassen Sie das Gespräch auch nicht in das Lager verlegen und bleiben Sie immer unter Menschen.

Um sich aber etwas kaufen zu können, brauchen Sie die richtige Währung. In Ghana wird mit ghanaischen Cedi (GHS) bezahlt, wobei ein Euro 4,84 GHS (Stand August 2015) entspricht. Kreditkarten werden nur in größeren Hotels angenommen - verlassen Sie sich also lieber auf Ihr Bargeld. An Bankautomaten können Sie mit einer Maestro-Karte Geld abheben. Sehen Sie indes besser davon ab, mit Kreditkarten Geld abzuheben, da es in vergangener Zeit zu mehreren Missbräuchen kam: Die Daten der Karten wurden mitgelesen und weiterverwendet.

Wenn Sie in Ghana einreisen wollen, benötigen Sie einen gültigen Reisepass, zudem ist ein Visum erforderlich, das auf 60 Tage beschränkt ist.

In Ghana gibt es mehrere Krankheiten, gegen die Sie sich impfen lassen sollten. Eine Impfung gegen Gelbfieber ist sogar Pflicht. Zudem sollten Sie sich bei dem Robert-Koch-Institut darüber informieren, welche Impfungen sich zusätzlich empfehlen. Dazu gehören Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie oder Röteln. Gegen gefährliche Krankheiten wie Malaria sollten Sie sich unbedingt schützen, indem Sie körperbedeckende Kleidung tragen, unter einem Moskitonetz schlafen und durchgängig Insektenschutzmittel auftragen. Seien Sie sich darüber bewusst, dass die medizinische Versorgung in Ghana nicht der Europas gleicht. In Accra werden Sie im Notfall am besten versorgt. Ratsam ist es dennoch, einen Krankenversicherungsschutz zu haben. In der vergangenen Zeit litt Westafrika stark unter Ebola, auch Ghana war teilweise betroffen. Aktuell besteht jedoch keine Gefahr. Informieren Sie sich aber unbedingt vor Ihrer Abreise, ob dies nach wie vor der Fall ist.

Tipps der Redaktion

In Ghana angekommen können Sie eine Vielzahl von Aktivitäten ausüben. Förderlich ist dabei, dass das Land recht wenig touristisch ist und Sie es so ungestört entdecken können. Vor allem die Natur ist in Ghana beeindruckend. Mit schönen Sandstränden und exotischen Tierarten wird Sie das Land bestimmt verzaubern. Faulenzen und den Strand genießen können Sie in Bosua und Dixcove. Surfen können Sie dort auch. Um die Natur aber näher kennenzulernen empfiehlt sich ein Besuch eines Nationalparks, wovon das Land viele aufzuweisen hat. 5 Prozent des Landes ist geschützt, indem es als Nationalpark ausgeschrieben ist. Der Nationalpark Molé gehört zu den wichtigsten. Die Elefanten sind dort die absoluten Stars! Es gibt aber noch mehr als 100 weitere Tierarten wie Löwen, Affen, Büffel, Antilopen... Die Reservate in Gbele und Kakum verdienen es auch, von Ihnen besucht zu werden. Auch im Nationalpark Kakum, der in einem Regenwald gelegen ist, koexistieren Affen, Elefanten und Antilopen friedlich.

Ein beliebter Zielort ist die Voltaregion und ihr Stausee namens Volta, der sogar der größte Stausee der Welt ist. Er nimmt 3,5 % des Landes ein. Auf dem Programm sollte außerdem der Besuch des Akosombo-Staudamm stehen, der zwischen 1961 und 1965 konstruiert wurde. Aufgrund dieses Damms ist der See Volta damals entstanden. Die zwei Flüsse Weiße Volta und Schwarze Volta münden in dem Stausee. Wenn Sie schon in der Voltaregion sind, sollten Sie sich auch die Zeit nehmen, das Dorf Amedzofe zu besuchen. Von dort oben haben Sie einen fantastischen Ausblick über den See Volta! Zur Info: Es ist das höchstgelegenste Dorf Ghanas.

Neben der Natur werden Ihnen besonders die ghanaischen Märkte gefallen. Der Markt von Makola sei Ihnen besonders ans Herz gelegt, aber auch der von Kejetia à Kumasi ist einen Besuch wert. Märkte sind in Ghana die Treffpunkte der Einwohner. Jede Stadt oder Städtchen hat seinen eigenen Markt und ist sehr stolz darauf. Man findet dort so gut wie alles! Gemüse, Fleisch, Fisch, Stoffe, Schuhe und Schönheitsprodukte... Ihr Auge entdeckt an jeder Ecke etwas Neues!

Da das Land das erste mittelalterliche Kaiserreich in Afrika war, hat es ein besonders reiches und vielfältiges Erbe. Auch die Kolonialherrschaft der Portugiesen merkt man dem Land auch heute noch an. So wurden damals Denkmäler und Gebäude errichtet, die von dieser Zeit zeugen. Um traditionellere Architektur zu entdecken, besuchen Sie nordöstlich von Kumasi die Überreste einer Siedlung des Aschantireichs. Es handelt sich dort um kleine Dörfer, deren Häuser aus Holz, Stroh oder Erde erbaut wurden. Sie werden staunen, denn sie sind nicht umsonst zum UNESCO-Weltkulturerbe gewählt worden!

Pluspunkte

  • +Ghana hat eine reiche Geschichte. Ghana ist das erste mittelalterliche Kaiserreich in Afrika.
  • +Die Kultur ist besonders reich und vielfältig.

Minuspunkte

  • -Das Klima ist sehr feucht.
  • -Gesundheit: Die Onchozerkose breitet sich aus.

Traditionen

Goldschmied ist die angesehenste handwerkliche Tätigkeit des Landes. Auf dem Markt von Accra findet man manchmal günstige Produkte. Die Märkte von Kumasi und Tamale sind die bekanntesten. Kunsthandwerk kommt dagegen vor allem aus der Region Aschanti und aus dem Norden Ghanas. Schemel, Messingfigürchen zum Abwiegen des Goldstaubs, Tongefäße, Lederwaren und mehrfarbige geflochtene Körbe finden Sie in Hülle und Fülle an Marktständen und in Handwerksgeschäften. Einer der besten Handwerksmärkte ist der im Zentrum der Künste von Accra.

Ghana und insbesondere die Region Kumasi ist die Wahlheimat der Aschanti, einem Akan-Volksstamm, der seine Bräuche bewahrt hat und vor allem im 18. und 19. Jahrhundert eine blühende Kultur war. Charakteristisch für diese Kultur ist, dass sie sich auf ein Königtum gründet, das durch einen goldenen Schemel symbolisiert wird. Der Aschanti-Stamm der Akan ist der größte Volksstamm des Landes. Seine Handwerkskunst ist für die handgeschnitzten Schemel, die Puppen und die aufwändig verzierte, bunte Kleidung bekannt. Das Land besteht zudem vor allem aus drei anderen großen ethnischen Gruppen, den Ewe, Mole-Dagbani und Ga-Dangme sowie noch vielen kleinen. Religionen werden in Ghana vor allem zwei praktiziert: Im Norden ist der Islam dominant; im Süden haben die Einwohner die christliche Konfession.

Begräbnisse sind in Ghana oft sehr bunt und farbenreich gestaltet. Die Tradition will, dass man den Sarg nach den Wünschen des Verstorbenen konstruiert. Wenn der Tote Fußball geliebt hat, bekommt der Sarg z.B. das Aussehen eines Fußballes. Die Bestattung wird durch Gesang und Tanz begleitet, um den Verstorbenen so auf seinem letzten Weg zu ehren.

Küche

Zur traditionellen Küche gehören Eintöpfe wie Kontomere und Okro, mit Maniokbrei (Fufu) serviert. Die Gerichte enthalten meist eine sättigende Basis, wie in Kenkey (Klöße aus Mais), Banku (Teigkloß aus Maismehl), Süßkartoffeln oder auch Kochbananen. Anderes Gemüse ist auf ghanaischen Tellern eher selten, wenn dann wird das Essen mit einem Salat gereicht. Die Speisen werden manchmal von Fleisch, was dort aber recht teuer ist, oder Fisch begleitet. Um den Geschmack abzurunden, werden Ihnen viele Saucen angeboten. Man findet vor allem Saucen, die aus Erdnüssen oder Palmöl zubereitet werden. Zu einem ghanaischen Essen wird auch oft Reis serviert. Dieser kann zusätzlich mit Erbsen oder anderem Gemüse verfeinert sein. Garnelen und Meeresfrüchte sind vor allem an der Küste sehr häufig. Die meisten Hotels und Restaurants bieten Ihnen jedoch auch eine internationale Karte an. So gibt es in Accra viele chinesische, französische oder europäische Restaurants, in denen Sie Ihren Gaumen mit vertrauteren Mahlzeiten verwöhnen können. Das lokale Bier ist gut und andere alkoholische Getränke sind ebenfalls erhältlich. Ghana produziert zudem Wein: Palmenwein! Als Nachspeise empfiehlt sich eine Vielzahl von Früchten. Ananas, Orangen, Bananen, Mangos, Mandarinen, Papayas, Kokosnuss und viele weiteren Obstsorten - Sie haben eine vitaminreiche Auswahl!

In Ghana ist es üblich, traditionell mit den Fingern zu essen. Aus diesem Grund wird man Ihnen ein Tuch und eine Schüssel mit Wasser anbieten, um sich anschließend die rechte Hand zu säubern. Die linke Hand gilt als unrein und wird auch beim Essen kaum verwendet. Ausgenommen von dieser Tradition sind natürlich Restaurants, die vor allem europäische Gäste erwarten und sich an deren Bräuche anpassen. Auch in gehobeneren Gesellschaften kommt mittlerweile gehäuft Besteck zum Einsatz.