Frauenkirche in München - architektonische Meisterleistung und faszinierende Geschichte zugleich

Inmitten der malerischen Kulisse Münchens erhebt sich eines der bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt - die imposante Frauenkirche. Mit ihrer markanten Architektur und reichen Vergangenheit übt sie eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf jedermann aus. Die Frauenkirche ist nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein Symbol für die Kultur und Tradition der bayerischen Hauptstadt. Diese Kathedrale birgt eine faszinierende Geschichte und bietet Einblicke in die prächtige Architektur vergangener Zeiten.

Münchner Skyline mit der Frauenkirche

- © engel.ac / Shutterstock

Geschichte der Frauenkirche

Die Geschichte der Frauenkirche, auch Dom zu Unserer Lieben Frau genannt, reicht bis ins späte Mittelalter zurück. Der Bau der Kathedrale begann im Jahr 1468 unter der Regierung von Herzog Sigismund von Bayern und wurde im Jahr 1494 unter seinem Nachfolger, Herzog Albrecht IV., abgeschlossen. Die Kirche wurde im spätgotischen Stil errichtet und ist ein beeindruckendes Beispiel für die Sakralarchitektur dieser Epoche. Die Frauenkirche wurde an der Stelle einer älteren romanischen Kirche errichtet, die im 13. Jahrhundert erbaut worden war und aufgrund von Baufälligkeit abgerissen werden musste. Die Entscheidung, eine neue gotische Kathedrale zu errichten, fiel im Zuge des wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwungs Münchens. Ein charakteristisches Merkmal der Frauenkirche ist ihre doppelte Zwiebelkuppel, die das Münchner Stadtbild prägt. Mit einer Höhe von etwa 99 Metern gilt sie als das höchste Gebäude in der Münchner Innenstadt, was darauf zurückzuführen ist, dass es lange Zeit verboten war, höhere Gebäude als die Frauenkirche zu errichten, um das harmonische Stadtbild zu bewahren.

Frauenkirche in München mit ihren zwei Zwiebeltürmen

- © FooTToo / Shutterstock

Während des Zweiten Weltkriegs erlitt die Frauenkirche schwere Schäden, als die Kuppel und einige Teile der Kirche durch Bombenangriffe zerstört wurden. Glücklicherweise überstanden jedoch die charakteristischen Zwiebeltürme die Bombardierungen nahezu unbeschadet. Nach dem Krieg wurde die Frauenkirche sorgfältig restauriert und wieder aufgebaut, wodurch sie ihr ursprüngliches gotisches Erscheinungsbild zurückerhielt. Heute ist die Frauenkirche ein beliebtes Ziel für Touristen und Pilger, die ihre beeindruckende Architektur bewundern und die religiöse Bedeutung dieses bedeutenden Gotteshauses erfahren möchten. Neben ihrer Funktion als lebendige Kirche finden in der Frauenkirche auch regelmäßig kulturelle Veranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen statt, die Besucher aus aller Welt anziehen und ihre Bedeutung als kulturelles Zentrum Münchens weiter unterstreichen.

Dom zu Unserer Lieben Frau in München

- © ChiccoDodiFC / Shutterstock

Teufelstritt

Der "Teufelstritt" in der Frauenkirche in München ist eine interessante und faszinierende Legende. Es gibt viele verschiedene Versionen dieser Erzählung. Es wird zum Beispiel erzählt, dass als die Frauenkirche im 15. Jahrhundert erbaut wurde, der Architekt einen Pakt mit dem Teufel eingegangen sei, um die Kirche schneller fertigzustellen. Der Teufel half bei den Bauarbeiten, verlangte jedoch als Gegenleistung die Seele des Architekten. Als die Kirche fast fertig war, bemerkte der Architekt das dunkle Geheimnis des Pakts. Er fand jedoch eine clevere Lösung: Er ließ einen Fußbodenmosaik legen, das einen Fußabdruck darstellt, der angeblich vom Teufel stammt. In Wahrheit jedoch hat der Architekt diesen Fußabdruck selbst gemacht. Es wird gesagt, dass der Teufel, der vom Betrug des Architekten erfuhr, vor Wut seinen eigenen Fuß in die Säule der Kirche stampfte. Heute ist der "Teufelstritt" eine der Hauptattraktionen der Frauenkirche und zieht viele Besucher an, die neugierig sind, diese mysteriöse Legende zu erleben und den geheimnisvollen Fußabdruck zu sehen.

Der "Teufelstritt" in der Frauenkirche in München

- © Sergey Ginak / Shutterstock

Was gibt es zu sehen

Die Frauenkirche ist eine der bekanntesten Kirchen in München, Deutschland. Sie ist ein herausragendes Beispiel für die spätgotische Backsteinarchitektur und ein Wahrzeichen der Stadt. Die Frauenkirche beeindruckt mit ihren charakteristischen Zwiebeltürmen, die das Stadtbild Münchens prägen. Die Kirche ist aus rotem Backstein gebaut und hat eine Länge von etwa 109 Metern und eine Breite von etwa 40 Metern. Die Höhe der Türme beträgt etwa 99 Meter. Die Zwiebeltürme sind mit ihren geschwungenen Formen und den grünen Kupferdächern ein markantes Merkmal der Kirche. Die Kirche ist eine dreischiffige Hallenkirche mit einem erhöhten Chorabschluss. Charakteristisch für gotische Kirchen sind die hohen, schlanken Pfeiler und Gewölbe, die den Innenraum dominieren. Die Gewölbe sind mit kunstvollen Schlusssteinen verziert.

Das Innere der Frauenkirche

- © Mikhail Markovskiy / Shutterstock

Der Chor ist im gotischen Stil gestaltet und wird von einem reich verzierten Hochaltar geprägt. Der Altar ist ein Meisterwerk der Schnitzkunst und zeigt verschiedene religiöse Szenen. Über dem Hochaltar befindet sich eine Darstellung der Muttergottes. Die Frauenkirche ist reich an farbenprächtigen Glasfenstern, die biblische Geschichten und Heiligenfiguren darstellen. Die Fenster sorgen für ein beeindruckendes Spiel von Licht und Farben im Innenraum der Kirche. Ein weiteres charakteristisches Merkmal der Frauenkirche ist die sogenannte "Kaisertreppe". Es ist eine monumentale Wendeltreppe, die zu einem der Türme führt. Die Treppe hat 98 Stufen und bietet eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt und die umliegende Landschaft. Neben den regulären Gottesdiensten finden in der Frauenkirche auch regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Ausstellungen statt, die das kulturelle Leben Münchens bereichern.

Der Altar der Frauenkirche

- © Sergey Ginak / Shutterstock

Die Zeiten für die Gottesdienste finden Sie hier

Die Frauenkirche ist nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein kulturelles Juwel, das mit seiner architektonischen Schönheit und den künstlerischen Meisterwerken beeindruckt. Besucher haben die Möglichkeit, in die reiche Geschichte und Spiritualität dieser beeindruckenden Kathedrale einzutauchen und die vielfältigen Schätze zu bewundern, die sie beherbergt.

Hotel in der Nähe der Frauenkirche

Platzl Hotel - Superior München

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Dieses 2 Gehminuten vom Marienplatz und dem Hofbräuhaus entfernte Hotel begrüßt Sie in der Münchner Innenstadt mit einem kostenfreien Wellnessbereich, einem Restaurant aus dem 16. Jahrhundert sowie schallisolierten Zimmern mit einem Flachbild-TV.
ab
208 € /Nacht
Reservieren

Preise

Der Eintritt zum Dom ist kostenlos

Informationen zum Besuch des Südturms:

Tickets sind vor Ort im Domshop im Inneren der Frauenkirche erhältlich. 

Erwachsene: 7,50 €

Kinder/Jugendliche 7 - 16 Jahre: 5,50 €

Ermäßigt (Schüler/Studenten gegen Vorlage eines gültigen Ausweises, Menschen mit Behinderung): 5,50 €

Kinder bis einschl. 6 Jahre: frei

(Begleitpersonen für Menschen mit Behinderung: frei)

Familien: 2 Erwachsene + 2 Kinder/Jugendliche: 21,00 €

(bis zu 3 weitere Kinder/Jugendliche je 3 € pro Kind/Jugendlichem)

In der Spindeltreppe ist es eng, daher empfehlen wir Personen mit Platzangst o.ä. auf den Besuch zu verzichten.

Tickets können Sie hier online buchen. 

Öffnungszeiten

Der Dom ist täglich von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet.

Während der Gottesdienste und zu den Einlasszeiten sind keine Besichtigungen möglich!

Informationen zum Besuch des Südturms:

Öffnungszeiten

Montag bis Samstag von 10:00 bis 17:00 Uhr

Sonn- und Feiertage von 11:30 bis 17:00 Uhr

Letzter Aufstieg um 16:30 Uhr

Wie kommt man zur Frauenkirche

Diese Verkehrslinien passieren die Frauenkirche:

Bahn: S6  S7

U-Bahn: U3  U5  U6

Bus: 132  154  52  62

Aktuelle Informationen zu Ihrem Besuch finden Sie unter: https://www.muenchner-dom.de/ 

von Diana Ranzinger
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