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Plastik-Plage auch in den Tiefen des Ozeans
Geposted 19.03.2019

NeuigkeitenThailand

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Laut einer am 27. Februar veröffentlichten Studie der Royal Society Open Science hat es die "Plastik-Plage" mittlerweile bis in die Tiefen des Ozeans geschafft. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, sezierten Forscher winzige Garnelen aus dem Pazifik. Meeresbewohner sind die ersten, die der Umweltverschmutzung zum Opfer fallen.

Bad News, Everyone!

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© nevodka/123RF

Die im Februar in der Zeitschrift Royal Society Open Science veröffentlichte Studie zeigt, dass Kunststoff, der ins Meer gelangt nicht nur an der Wasseroberfläche treibt, sondern auch auf eine Tiefe von bis zu 11 Kilometern sinken kann. Im Marianas-Trog im Pazifischen Ozean wurden 90 winzige Garnelen gefangen und anschließend seziert, um diese auf Kunststoffmikropartikel zu untersuchen. Das Ergebnis: Bei 65 der sezierten Garnelen fanden die Forscher mindestens ein Mikropartikel, also bei 72% der Garnelen.

Plastik im Ozean

Plastik im Ozean
© lightfieldstudios/123RF

Jedes Jahr werden mehr als 300 Millionen Tonnen Kunststoff produziert, von denen leider ein Großteil im Meer landet. Die Kunststoffteile treiben zunächst an der Wasseroberfläche, verwandeln sich aber nach einiger Zeit in Mikropartikel und beginnen zu sinken und gefährden so die gesamte Nahrungskette. Viele Studien wurden bereits durchgeführt, nur befasste sich keine mit der Verteilung von Mikropartikeln. Mit der Februar-Studie machten die Forscher eine alarmierlende Entdeckung: Kunststoff-Mikropartikel sind bereits überall.

Ein Video als Beweis

Ein Video als Beweis
© Richard Whitcombe/123RF

Seit einigen Wochen kursiert im Netz das Video von einem kleinen blauen Fisch, der in einer Plastiktüte gefangen ist. Vor Phuket in Thailand fanden zwei Taucher einen kleinen hilfslosen Fisch, der sich in einer Plastiktüte verfangen hatte. Umgehend machen sich die Taucher daran, den kleinen Fisch aus seiner misslichen Lage zu befreien. Jeden Tag gelangt mehr und mehr Plastik in die Ozeane und schadet nicht nur Fischen, sondern auch Schildkröten, Delfinen und anderen Meeresbewohnern. Oft ersticken sie am Abfall oder verfangen sich darin. Denken Sie daran: Tiere helfen dabei, die Nahrungskette aufrechtzuerhalten und sind für unser Ökosystem unerlässlich.